Der Haubarg
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Die Landschaft Nordfrieslands ist nicht nur wegen seinem gesunden und erholsamen Seeklima bei vielen Urlaubern und Durchreisenden geschätzt. Wer durch Nordfriesland, und insbesondere durch die Halbinsel Eiderstedt, mit wachem Auge reist, kann immer wieder einen Haubarg entdecken.

Haubarge sind alte Bauernhäuser die ab dem 16.Jahrhundert das friesische Langhaus aus dem Landschaftsbild Eiderstedts verdrengte. Zuwanderer aus West- und Ostfriesland führten diesen Haustyp auf Eiderstedt ein, der durch seine Konstruktion den Anforderungen der Landwirtschaft über dreihundert Jahre lang gerecht wurde. Das zentrale Element dieser Holzkonstruktion bildet der sogenannte Vierkant mit seinen hoch aufragenden Holzständern. Alle Ständer sind durch ein Kopfband miteinander verbunden. Je nach Platzbedarf kann der Vierkant vier, sechs, acht, bzw. bis zu zehn Holzständer aufweisen. Dabei ragt der First des Reetdaches dieser Bauernhäuser bis zu 15 Meter und mehr in den Himmel. Die enorme Größe dieser Bauernhäuser gab ihnen letztendlich ihren Namen.

Haubarg - Heuberg

Die Anzahl der aktiv bewirtschafteten Haubarge ist in dem vergangenden Jahrhundert sehr stark geschrumpft. Umstrukturierungen und gestiegende Kosten in der Landwirtschaft forderten auch im damals abgelegenden Eiderstedt ihren Tribut. Diese Gebäude waren oft so groß, das es sich selbst Freilichtmuseen nicht leisten konnten diese Gebäude aufzukaufen, abzutragen und wiederaufzubauen. So verfiel z.B. der Eckhof im Grothusenkoog; einer der größten Haubarge auf Eiderstedt. Heute zeugt nur noch der alte Baumbestand von seiner Existenz.

Der Haubarg Peters ist einer der wenigen landwirtschaftlich genutzten Haubarge auf Eiderstedt. Unter seinem Dach finden neben den Bewohner auch zahlreich Schafe, Rinder und Pferde Schutz und Wärme im kalten frostigen Winter.

Wie bei fast allen alten Bauernhäuser üblich befinden sich Wohn- und Wirtschaftteil unter einem gemeinsamen Dach. Doch zeigt der Haubarg Peters nicht mehr den typischen viereckigen Grundriß eines Haubarges. Über die Jahrhunderte wurde der Wohnbereich des Gebäudes ständig erweitert und bildet heute eine breite Front mit Blickrichtung Westen. Von dieser Gebäudeseite kann man an die einmalig schönen Sonnenuntergänge auf Eiderstedt genießen. Im Winter bei einem heißen Teepunsch oder im Sommer unter den Rufen der freilaufende grasenden Mastrindern.

Naturverbundener kann Urlaub nicht sein.
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